Die Holzbau AG in Mörel ist ein Familienbetrieb mit 50 Jahren Erfahrung im Bereich Planung, Zimmerei, Schreinerei und Ingenieurholzbau. Zur Betreiberfamilie gehört unter anderem auch Bastian Bumann. Als IT- und Projektleiter ist er für die ganze Digitalisierung im Unternehmen zuständig. Er optimiert mit seinem Wissen die technischen Prozesse und kümmert sich um den Unterhalt der CNC-Maschinen sowie der IT-Infrastruktur.

«Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und trotzdem kann man mit diesen Werkzeugen von BORM effizient und konkurrenzfähig arbeiten.»

Bastian Bumann
IT- und Projektleiter bei Holzbau AG

Die Firma vereint sämtliche Leistungen, vom Entwurf, Organisation und Bauleitung bis zur Ausführung, unter einem Dach – schlüsselfertige Häuser, kleine Ferienchalets, modernste Mehrgeschosser oder Elementbauten wie auch traditionelle Blockhausbauten gehören zu ihrem Fachgebiet. Eine hauseigene Schreinerei und Schlosserei findet man ebenfalls auf dem grossen Grundstück. Da werden hauptsächlich Treppen und Geländer hergestellt. «Als handwerklicher Betrieb können wir uns individuell den Kundenwünschen anpassen. Es gibt kein Fertighaus oder Produkt ab Stange», betont Bastian Bumann.

Je komplexer ein Produkt werde, desto weniger werden Herkunft, Herstellungsbedingungen, Lieferketten, Service und Dienstleistung hinterfragt. Der Preis bleibe in der Holzbaubranche das Hauptkriterium. Bastian Bumann sieht jedoch eine leichte Tendenz. Die Anfrage zur Nachhaltigkeit steige – vor allem bei Jüngeren. Im Oberwallis findet man Blockhäuser, welche seit 1'100 Jahren bestand haben und immer noch CO2 speichern. «Wir hoffen, dass sich in den Zentren der Trend zum mehrgeschossigen Holzbau verstärkt und so auch mit der Ressource Land sorgfältiger umgegangen wird.»

«Die Bedeutung des Handwerks hat sich mit der Zeit geändert», sagt Bastian Bumann. Die Kunstfertigkeit und der geschickte Umgang mit einfachen Werkzeugen stehen nicht mehr im Fokus, wie sie es vor 50 oder 100 Jahren taten. Trotzdem bleibe der Handwerker, seiner Ansicht nach, der lokale Ansprechpartner für Arbeiten am Bau und sein Fachwissen werde geschätzt. Die Herausforderung für den Holzbauer besteht darin, möglichst individuell zu sein und trotzdem effizient fertigen zu können.

Der junge Holzbauingenieur begeistert sich für die Kombination zwischen digitaler Planung und CNC-Maschinen. «Es gibt unendlich viele Möglichkeiten und trotzdem kann man mit diesen Werkzeugen effizient und konkurrenzfähig arbeiten.» Da sich immer mehr Prozesse weg von der Baustelle bewegen und die Arbeiten im Büro und in der Werkstatt mehr Planung und Vorbereitung erfordert, hat sich die Holzbau AG von einigen Jahren für BormBusiness mit Werkstattlizenzen entschieden. Sie sind bestrebt, weitere Optimierungen vorzunehmen, um an ihrer Vision «Mit Holz ist alles möglich» zukünftig festzuhalten.